Keep Calm and Marry On
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Keep Calm and Marry On: 5 Tipps gegen Hochzeitsstress am Hochzeitstag

Bei der Vorbereitung zu meiner Hochzeit ist es schonmal gelegentlich – gut, auch manchmal öfter – passiert, dass ich aus Stress zu Brautzilla mutiert bin, das hochzeitliche Äquivalent zu einer kleinen ‘Zicke mit Heulattacken’. Da hab ich schonmal eine Stunde lang – leicht am Rande der Hysterie – meine beste Freundin zugetextet mit der Frage, ob sich statt pastell gelb und apricot nicht doch eher dunklere Farbtöne besser machen würden… Oh ich weiß, im Nachhinein ist Braut schlauer und viel gelassener. Aber vor allem der Hochzeitstag selbst birgt so seine kleinen Stressfallen und ist geradezu verführerisch, dass die Brautzilla dort auch zum Vorschein kommt – etwa wenn jemand aus Versehen einen kleinen Tropfen Aperol – so schön leuchtend orange – auf das weiße Kleid schüttet (aaahhhhhh!) und damit all die schönen Kopfkinoträume vergehen; darum hier meine konkreten Tipps für einen entspannteren Tag, ganz nach dem Motto der Briten: “Keep Calm and Marry On!”….

1. Es darf was schiefgehen! Und Lachen!

Ui, wie hat mir dieser Satz doch am Tag geholfen! Falsche Beilage vom Koch bekommen, weil er statt Semmelknödel doch lieber Kartoffelbrei aus einem Verständnis von künstlerischer Freiheit servieren wollte – 100 anders gedruckten Menükarten rebellisch zum Trotz? Band nicht rechtzeitig aufgetaucht und daher erstmal Stille im Festsaal? Zu guter Letzt lautstarker Krach zwischen Onkel Georg und Cousine Sabina? Oh, ich hätte zwar ab und zu lauthals schreien können *akuter-Brautzilla-Alarm* – ein Jahr Planung und dann sowas! Aber was hätte es gebracht? Lachen hilft da ungemein. Letztlich erinnert man sich doch an die kleinen tollen Momente, zum Beispiel als wir bei unserem privaten Fotoshooting, ganz entspannt, nur zu zweit die Sonne genossen haben und uns ganz liebe Menschen von der Ferne ‘Herzlichen Glückwunsch!!!’ zugerufen haben…. Einiges wird nicht so laufen wie im Kopfkino vorher hollywoodreif ausgedacht, aber trotzdem wird es schön!

Also: Es darf auch was schiefgehen!! Ehrlich! Und das wird es auch, aber das ist nicht schlimm! Der Tag wird trotzdem wunderschön sein.

Keep Calm and Marry On2. Tag großzügig planen und Freiräume schaffen

Beim Zeitplan des Tages lieber immer ein bißchen mehr Zeit einrechnen, dann müsst ihr nicht abgehetzt schon unter der Dusche rotieren oder im Brautkleid vom Friseur zur Kirche hecheln…. Und ruhig am Abend vorher was richtig entspannendes machen; ein Bad in Lavendelöl etwa, die ätherischen Dämpfe beruhigen ungemein! Oder einen langen Abendspaziergang, nachdem man müde ins Bett fallen kann.

3. Den eigenen Bedürfnissen anpassen

Klingt so selbstverständlich, aber Braut neigt dazu, eine perfekte Gastgeberin sein zu wollen und dabei auch schwups zu vergessen, was ihr gut tut. Nachdem ich mehrfache Schnappatmungs-Anfälle im Vorfeld der Hochzeit bei dem Gedanken hatte, wie wir alle Gäste zufrieden stellen könnten, ohne dabei ständig getrennt den Tag voneinander verbringen zu müssen, haben wir den Ablauf einfach unseren Vorlieben angepasst. So haben wir etwa das Brautstehlen – in Bayern große Tradition – ausfallen lassen, um mehr Zeit als Braut & Bräutigam zusammen zu haben. Am Nachmittag haben wir uns auch bewusst für eine Stunde mit unserer Fotografin abgeseilt, um einfach schöne Zeit zu zweit zu genießen  – das war DER absolute Stressabbau! ;-). Und ist das schönste am Hochzeitstag! Es ist euer Tag, feiert ihn also so, wie IHR es wollt!

4. Auf Profis vertrauen!

Nichts ist entspannender am Hochzeitstag als die Verantwortung Profis abgeben zu können; nehmt euch beispielsweise einen professionellen Fotografen. Denn Onkel Peter, der mal eben einen VHS Kurs in Hobbyfotografie absolviert hat, wird euch wohl eher Stressbeulen am Hochzeitstag bescheren, wenn er in der dunklen Kirche einfach so gar kein richtiges Foto mit seiner Hobbykamera zustande bringt. Oder wenn eure oder viele Kinder dabei sind, engagiert eine Kinderbetreuung.

5. Essen und Zeitkoordination

Nichts essen vor lauter Gratulationshektik? Nein! Das geht nämlich auch echt auf die Kondition und ist einfach so schade, wenn man Zeit und Geld in so leckere Gerichte investiert. Darum Zeit schaffen und essen! Und nicht vergessen: Glucose stärkt auch die Nerven und hilft wirklich ruhiger zu werden. Ach wie schön ein Tag an dem Braut als Schokoholic Tonnen an Zucker zur Stresskompensation zur Verfügung hat (mir zumindest…ach; hallo meine Name ist Barbara und ich bin bekennender Schokoholic….).

Und als kleiner Planungstipp: Fragt eure Trauzeugen oder Bekannte, ob sie (falls ihr überhaupt Überraschungen wünscht) diese im Vorhinein für euch ‘abchecken’ können. Zum einen, ob sie auch in euren Augen feiertauglich sind (nichts ist schlimmer als ungebetene Spiele!)  und vor allem auch, dass sie in euren Zeitplan passen! Nicht, dass euch der warme Hauptgang kalt wird, weil jemand euch ein Ständchen singen will zu dieser Zeit….

Und was sind eure Tipps fürs Ruhigbleiben?

Ganz viele liebe Grüße aus meiner kleinen Hochzeitsecke,

eure Barbara

Foto: The Little Wedding Corner

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