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Schwanger heiraten: Alle wichtigen Tipps & Ideen

2015-03-17_0004Heute gibt es zum ersten Mal einen Planungsbericht von mir zu einem Aspekt der Hochzeitsfeier, den ich so noch nicht selbst erlebt habe, der mir aber persönlich sehr am Herzen liegt: Schwanger heiraten! Modern heiraten heißt für mich, sich von Konventionen zu verabschieden und Traditionen, neu zu interpretieren. Also eine Hochzeit zu Dritt machen! Was meint ihr? Allerdings: Nur zu heiraten, weil man schwanger ist, ist keine Lösung. Falls ihr beide eigentlich nie eine Hochzeit wolltet, und dies jetzt nur wegen der Schwangerschaft machen würdet, würde ich tatsächlich eher abwarten (und Tee trinken). Eine Hochzeit sollte immer zu euch passen und euch aus der Seele sprechen. Wenn es sich nicht richtig anfühlt, ist es meist nicht richtig. Aber nun zurück zum Thema: Inzwischen gibt es immer mehr schwangere Bräute und ich finde die Idee wunderschön, weil es doch eine starke Symbolkraft hat, wenn man schon ein neues, gemeinsames Leben mit in die Ehe bringt. Von meinen Freundinnen weiß ich aber, dass Braut in diesem Fall viele praktische Gedanken durch den Kopf schießen wie “Sehe ich dann nicht aus wie ein gestrandeter Wal im Kleid?” oder “Dann versäume ich ja meinen eigenen Junggesellinnenabschied!” Dafür gibts heute meine Tipps

1. Wann sollen wir heiraten?

Am allerbesten und wenn es planerisch geht, wäre es im 4. – 6. Schwangerschaftsmonat: Da ist die gröbste Übelkeit vorbei, aber ihr habt auch noch nicht das “Walgefühl” dank angeschwollener Beine, fühlt euch dank der Hormone meist in der Zeit pudelwohl und dürft in Urlaub fliegen. Ihr könnt auch “nur” die standesamtliche Trauung vor der Geburt des Kindes organisieren und eine größere Zeremonie, sei es kirchlich oder frei, nach der Geburt. Am besten besprecht dies doch auch mit eurem Frauenarzt; dieser kann euch bestimmt einen guten Zeitpunkt verraten. Wenn ihr euch wohl fühlt, könnt ihr natürlich auch im 8. Monat noch heiraten. Falls Komplikationen vorliegen und ihr euch ruhig halten müsst, wäre es sinnvoller nach der Geburt zu heiraten. Auch zu bedenken: Falls ihr an Schwangerschaftsmüdigkeit am Abend leiden solltet, versucht die Feier früher anzusetzen. Wobei. Das berühmtberüchtigte Brautadrenalin wird euch bestimmt nicht einschlafen lassen!

2. Beachte die Menüauswahl und die Getränke

Ein sehr wichtiger Punkt: Sprecht mit eurer Location eine Schwangerentaugliche Menüauswahl ab: Weichkäse, roher Fisch und Alkohol sind natürlich auf der “zu streichen Liste”. Lasst auch einen antialkoholischen Cocktail mixen; diesen könnt ihr euren Gästen anbieten und selbst genießen untertags.

3. Welches Kleid ist mein Kleid?

Gleich vorneweg: Ihr werdet so oder so richtig toll als Braut aussehen! Eure Bedenken kann ich gleich zerstreuen, denn inzwischen gibt es allerlei tolle Schwangerschaftsbrautmode. Besonders empfehlenswert sind etwa Kleider mit Empire Linie, die an der Brust eng geschnitten sind und dann locker, fließend fallen. Kleider im Empire-Stil bewirken einen sehr femininen und zarten Look. Aber auch andere Schnitte eignen sich prima für die Schwangerschaft; oft können nämlich im Bauchbereich die Nähte weiter gefasst werden oder manche Kleider bestehen aus sehr dehnbaren Materialien, die euren Bauch perfekt umspielen. Mein Tipp für den Brautkleidkauf: Sprecht die Schwangerschaft gleich zu Beginn beim Verkäufer an; falls es bis dahin noch ein kleines Geheimnis ist, kannst du gern den Designer oder Verkäufer auf Vertraulichkeit hinweisen. Lasst das Kleid nicht zu früh fertig stellen; nicht, dass euer Bauch noch einen Zahn zulegt… Meine absoluten Favoriten für Brautkleider habe ich euch hier herausgesucht:

Modelle von Soeur Coeur

2015-03-13_0003Foto: Daniela Reske

Modelle von kuessdiebraut

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Foto: küssdiebraut

Modelle von noni

Brautkleid mit Babybauch für eine schwangere Braut (www.noni-mode.de - Foto: Le Hai Linh)

Foto: Le Hai Linh

Mein Tipp für die Schuhe: Falls ihr nicht auf High Heels verzichten möchtet, könntet ihr diese ja zur Trauung tragen; ich würde allerdings für die Feier danach schöne Ballerinas mit einpacken. Es gibt tolle Accessoires wie etwa die Schuhclips von Polly Mc Geary, die eure flachen Flitzer im Nu zum Hingucker verwandeln.Verliebt hab ich mich ja persönlich in die flachen Brautschuhe von walkinonair (via Etsy) – die sind bequem, aber mit Spitze herrlich feminin verziert und wahrlich Hingucker, einmal in beige oder blau

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4. Was ist mit dem Ehering?

2015-03-17_0003Falls eure Finger doch leicht anschwellen sollten und ihr merkt, dass ihr eure übliche Ringgröße nicht mehr tragen könnt, würde ich zu “billigen” bzw. unechten Eheringen raten, d.h. ihr kauft Ringe, die ihr auch vor den Augen aller tauschen könnt. Lasst aber erst nach der Geburt die richtigen Eheringe anfertigen, wenn die Finger wieder ihren “Normalzustand” erreicht haben. Und wie wäre es mit einem tollen “Love” Ring?

5. Wohin in die Flitterwochen

  • Falls ihr fliegen möchtet: versichert euch bei der Airline, dass ihr in dem entsprechenden Schwangerschaftsmonat noch mitfliegen dürft. Es gibt nämlich Fluggesellschaften, die ab einem gewissen Monat schwangere Frauen nur im Notfall mitfliegen lassen!
  • Schließt eine Reiseversicherung ab, die auch Schwangerschaftskomplikationen abdeckt oder sogar eine mögliche Geburt. Erkundigt euch auch vorher nach Krankenhäusern mti Geburtsstation, bevor ihr fliegt.
  • Oder ihr macht eine gemütliche Wellnesswoche in eurer Umgebung; dafür aber in einem tollen Luxushotel.

6. Mein Junggesellinnenabschied ohne Alkohol?

Kein Problem! Inzwischen ist der Brauch der sogenannten “Bridal Party” aus den USA und Großbritannien auch zu uns herübergeschwappt. Eine Brautparty ist ein locker, heiterer Nachmittag in lockerer Mädelsrunde, bei der ihr Kuchen verdrücken könnt oder andere schöne Ereignisse gemeinsam verleben könnt. Denn das ist doch eigentlich das Wichtigste am Junggesellinnenabschied, oder? Gemeinsam mit den liebsten Mädels unvergessliche Zeit zu verbringen! Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten; ein paar seien hier genannt:

  • ein DIY Baste­labend, um in heit­erer Runde noch das let­zte Kon­fetti gemein­sam auszus­tanzen;
  • ein Schminkabend/Schminkkurs,
  • Kochabend
  • Spieleabend
  • Floating – das muss das Entspannendste sein, was es gibt. Man kann nämlich sich in gefühlter Schwerelosigkeit im Wasser treiben lassen!
  • Schokoladen- oder Pralinenkurs, bei dem ihr lernt Pralinen selbst zu machen! Herrlich!
  • Picknick am See
  • Wellnesswochenende (toll für die werdende Mutter)

7. Accessoires

2015-03-17_0004Foto: iopla

Ich bin ja großer Fan von originellen Hochzeitsfotos, die ihr auch für eure Dankeskarten verwenden könnt. Der Anlass einer Schwangerschaft bietet ja auch hervorragende Möglichkeiten: Wie wäre es etwas, wenn Braut und Bräutigam ein Schild halten, auf dem steht “in unserer Zukunft scheint die Sonne” (wie das hier von iopla via Dawanda) mit Babybauch. Ach, da werde ich gleich sentimental. Also nehmt euch ein paar “requisiten” mit und besprecht es mit eurem Fotografen. Das sind tolle Erinnerungsfotos, wenn der Nachwuchs erstmal da ist, wird er/sie sich bestimmt darüber freuen, so ein wichtiger Teil der Feier gewesen zu sein.

Habt ihr noch Fragen oder Anregungen? Nur her damit; ich beantworte gerne eure Fragen! Ihr könnt mir gerne hier einen Kommentar hinterlassen.

Ganz viele liebe Grüße aus meiner kleinen Hochzeitsecke,

eure Barbara

KategorienAllgemein
  1. Madeleine says:

    An dieser Stelle erst mal vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen, die man in diesem Beitrag / Blog finden kann. Das Internet ist ja voll mit Informationen zum Thema Schwangerschaft und leider lassen sich viele werdende oder gerade gewordene Mütter gerade beim ersten Kind total irre machen. Da ich selber einen Sohn habe, weiß ich nur zu gut, wie ein Kind das Leben schlagartig verändert, bzw. auf was man jetzt zusätzlich noch alles achten muss. Wie gesagt, Daumen hoch für den Blogbetreiber / Blogbetreiberin, für die Zeit bzw. Arbeit, die hier investiert wird. Gerade wenn man Kinder hat, ist es schon ein Kunststück sich für sowas Zeit zu nehmen. Liebe Grüße

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