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So heiratet Deutschland: Wieviel kostet eine Hochzeit und weitere Statistiken zur Hochzeit

Heute gibt es hier einmal pure Fakten, Zahlen und Statistiken für euch, die ich aber tatsächlich wahnsinnig spannend finde. Denn der Online-Shop für Hochzeitspapeterie Kartenmacherei befragte letztes Jahr in seiner Studie „So heiratet Deutschland“ 1.582 Studienteilnehmer beider Geschlechter aus Gesamtdeutschland, die innerhalb der letzten zwölf Monate geheiratet hatten. Herausgekommen sind ganz erstaunliche Fakten bei Themen wie Kennenlernen, die Heiratsgründe, die Trauung, die Tabus und nicht zuletzt die Finanzierung und das Budget. Und sicherlich befindet ihr euch gerade mitten in der Hochzeitsplanung, gerade da sind ja Fragen wie “Wieviel kostet eine Hochzeit?” oder auch “Was sollen wir uns schenken lassen?” meist von großer Bedeutung. Deshalb möchte ich hier mit euch die wichtigsten Ergebnisse was Budget, Locations, Geschenkewunsch und Trauung angeht, teilen, weil sie euch gerade jetzt bei eurer Planung helfen können.

Finanzierung der Hochzeit

Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf www.kartenmacherei.de.

Selbst ist der Mann – und auch die Frau. So geben 90 Prozent der Befragten an, ihre Hochzeit (zum Teil) selbst finanziert zu haben. Etwa ein Viertel der Selbstfinanzierer erhielt dabei zusätzlich finanzielle Unterstützung durch Eltern oder andere Familienmitglieder. Rund 63 Prozent aller Befragten haben die Kosten alleine, ohne weitere Unterstützung, getragen.

Hochzeitsbudget

Aber nun wohl zum spannendsten Teil. Die Frage “Wie viel kostet eine Hochzeit?”: Die Studie der Kartenmacherei zeigt, dass in Deutschland durchschnittlich 10.000 bis 15.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben werden. Knapp 30 Prozent der Befragten geben an zwischen 10.000 bis 15.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben zu haben. Knapp ein Viertel der Paare investiert 6.000 bis 10.000 Euro in seine Hochzeit. Immerhin 23 Prozent der Befragten kommen auch mit einem Budget unter 6.000 Euro zurecht. Ca. drei Prozent der Paare geben über 25.000 Euro für ihren besonderen Tag aus. Dabei unterscheidet sich interessanterweise das eingesetzte Budget von Bundesland zu Bundesland. Die Bereitschaft, viel für eine Hochzeit auszugeben, ist interessanterweise unterschiedlich je nach Altersgruppe. So zeichnet sich deutlich ab, dass mit steigendem Alter die Höhe des Budgets sinkt. Das einzige, was mich noch interessiert hätte, wäre die Frage: Was genau bei der Studie als Budget verstanden wurde, aber die angegebenen Summen sind trotzdem schon für die Planung sehr hilfreich.

Im Durchschnitt sind ca. 50 – 75 Gäste auf einer deutschen Hochzeit, hat die Studie übrigens ergeben. Und das Budget hängt natürlich direkt von den eingeladenen Gästezahlen ab. Mein Tipp für die Kosten einer Hochzeit ist ja immer, dass ihr euch gleich am Anfang erstmal hinsetzt und grob überschlägt, wie viel ihr letztlich zur Verfügung habt. Kaum zu glauben: Sogar über 3% aller Paare haben laut der Studie einen Kredit für die Hochzeit aufgenommen! Was ich persönlich nicht für ratsam halte, denn euren gemeinsamen Weg solltet ihr nicht schon von Beginn an auf Schulden bauen (müssen). Überlegt lieber, wo ihr sparen könnt. Das A und O ist es, eure Prioritäten festzulegen. Wählt zwei bis drei Aspekte eurer Hochzeit aus, auf die ihr nie verzichten möchtet. Nachdem ihr eure Anfangskalkulation gemacht habt, rechnet noch einmal 10-15% des Gesamtbudgets dazu – als Puffer für Unvorhergesehenes. Wer übrigens noch mehr Budgettipps haben möchte, im aktuellen Hochzeitsmagazin schreibe ich über meine 10 wichtigsten Spartipps.

Geschenke

Deutsche Brautpaare haben keine Scheu, Geschenkewünsche offen an ihre Gäste zu kommunizieren. Gefragtester Geschenkewunsch ist dabei Geld. So haben zwei Drittel der Befragten ihre Gäste um Geldgeschenke gebeten. Weitere vier Prozent hatten zudem eine Geschenkeliste. Um Spenden für einen guten Zweck bat ein Prozent der Brautpaare.

Über ein Viertel der Brautpaare hat nach eigenen Angaben keine Wünsche an seine Gäste kommuniziert. Tatsächlich erhalten den Umfrageergebnissen zufolge knapp 90 Prozent der Paare (unter anderem) Geld zur Hochzeit. Weitere 32 Prozent bekommen darüber hinaus speziell Geld für die Hochzeitsreise. Auch Gutscheine stehen hoch im Kurs — fast jedes zweite Brautpaar kann sich hierüber freuen. Immerhin noch 20 Prozent der Befragten erhalten Haushaltswaren und Heimtextilien für den Start in das gemeinsame Leben. Schmuck sowie Babyausstattung hingegen wurden mit vier Prozent beziehungsweise drei Prozent nur selten geschenkt.

Mein Tipp: Gebt gleich in der Einladung in einem charmant formulierten Satz an, dass ihr euch hauptsächlich Geld wünscht an, falls das euer Wunsch ist. So können sich eure Gäste schon einmal darauf einrichten und ihr könnt vorbeugen, dass ihr von allen Geschirrtücher, Töpfe oder Bettwäsche geschenkt bekommt (und diese im schlimmsten Fall sogar dann doppelt habt).

Trauung

Zwar ist eine kirchliche Hochzeit mittlerweile auch ohne standesamtliche Trauung möglich, tatsächlich rechtskräftig ist jedoch nur der standesamtliche Ehebund. Dementsprechend entscheiden sich 95 Prozent der Befragten für eine standesamtliche Eheschließung. Für eine kirchliche Trauung entscheidet sich hingegen nur etwa jedes zweite Paar. Aus den Ergebnissen der Studie geht jedoch hervor, dass Religion nur für jedes vierte Paar ein Grund zu heiraten ist. Angesichts dieser Tatsache ist es erstaunlich, dass sich immer noch knapp 50 Prozent der Paare kirchlich trauen lassen. Also: freie Trauungen werden immer beliebter und die standesamtliche Trauung ist und bleibt die wichtigste Zeremonie für viele unter euch!

Die beliebtesten Locations

Ein Blick auf die Location verrät auch schon einiges über den Hochzeitsstil: Beim Feiern darf das Essen nicht fehlen — diese Leidenschaft spiegelt sich mehr als deutlich in der Wahl der Hochzeitslocation wider. 40 Prozent der Befragten geben an, in einem Restaurant oder Gasthaus gefeiert zu haben. Mit einigem Abstand folgt die Feier in einem Hotel (14 Prozent). Rustikal und passend zum aktuellen Vintage und Boho Trend mögen es sieben Prozent der Befragten. Sie feierten auf einem Bauernhof oder in einer Scheune, weitere sieben Prozent auf einem Gutshof. Eine Märchenhochzeit in einem Schloss wählten ebenfalls rund sieben Prozent aller Paare.

Fazit

Für einen kleinen Überblick könnt ihr euch diese Infografik ansehen, darin sind noch einmal die Kernaussagen der Studie kurz und prägnant für euch zusammengefasst. Die wohl schönste statistische Nachricht: Immerhin 96% aller Paare heiraten aus Liebe!

Mit diesen Zahlen wünsche ich euch heuten ganz viele liebe Grüße aus meiner kleinen Hochzeitsecke,

sig9

Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf kartenmacherei.de

Bild: Özlem Yavuz

revidierte Version am 7.2.2018 um 11:23 – entschuldigt bitte die Umstände, leider hatte mein WordPress versehentlich aufgrund eines Speicherfehlers eine unkorrigierte Entwurfsversion hochgeladen, die noch zwei falsche Angaben enthielt. So stand falsch, wie viele sich ihre Hochzeit finanzieren ließen oder selbst finanziert haben.

Eure Lieblingsstücke

KategorienAllgemein

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