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Was sind eigentlich die Aufgaben einer Trauzeugin?

Nach dem ersten “Ja” zu eurem Freund bei der Verlobung, gibt es kurz darauf mindestens noch ein weiteres schönes Ja (und das nicht mit dem Mann). Genau! Das “Ja” auf die Frage: “Willst du meine Trauzeugin sein?” Denn natürlich darf die beste Freundin oder Schwester nicht fehlen in der Hochzeitsvorbereitung. Nur, oh Schreck, denkt sich jetzt wahrscheinlich die Trauzeugin: “Was muss ich da so eigentlich machen, als Trauzeugin?”. Und damit es da auch keine Irrtümer oder gar kleinere “Grummeligkeiten” gibt, habe ich für euch einige meiner Tipps zusammengestellt und was die Aufgaben einer Trauzeugin sein können und wobei ihr eurer Braut eine große Hilfe sein könnt….

Was sind Aufgaben einer Trauzeugin?Foto: Marie Bleyer

1.Es gibt kein MUSS! Und immer DANKE sagen….

Ein Punkt, der mir schon lange am Herzen liegt: Wie bei der Hochzeitsplanung selbst, finde ich, gibt es hier auch kein MUSS. Keine Trauzeugin oder beste Freundin sollte sich unter Druck gesetzt fühlen, dass sie tausend Aufgaben organisieren muss, wenn sie vielleicht aus privaten oder beruflichen Gründen schweren Herzens nicht so viel Zeit hat. Daher mein Tipp: Werft feste Erwartungen über Bord, bleibt entspannt und setzt euch mit eurer besten Freundin gleich am Anfang der Planungsphase zusammen. Denn Trauzeugin zu sein erfordert tatsächlich viel Zeit und Mühe und Liebe. Es wäre schade, wenn sie an der Fülle der Aufgaben verzweifelt. Fragt sie daher auch, was sie alles übernehmen kann und will. Und nicht vergessen: Generell ist die Planungsphase für die Trauzeugin wirklich auch ein größerer Aufwand, weswegen ich ein kleines Dankeschöngeschenk von der Braut an ihre liebste Freundin immer eine tolle Sache finde! Denn nichts geht über ein schlichtes “Danke” von Herzen…. Und es wäre doch schade, wenn Unstimmigkeiten zu kleineren Streitigkeiten oder Zickerein führen würden. Steckt also von vornherein den Rahmen ab, welche Aufgaben konkret auf sie zukämen und wie die jeweiligen Vorstellungen sind! Als beste Freundin kennt ihr euch ja in und auswendig und wisst ja genau, wie die andere tickt. Genießt daher die gemeinsame Zeit! Schließlich ist es mindestens so aufregend Trauzeugin zu sein wie Braut!

2. Brautkleid aussuchen

Eins der schönsten Dinge wohl überhaupt, bei der die Trauzeugin ihre Braut unterstützen kann: Die Brautkleidsuche! Im Vorfeld könnt ihr gemeinsam schon Magazine und Hochzeitsblogs nach schönen Brautkleidern durchsehen und natürlich eure Freundin beraten. Sorgt am Tag der Anprobe auch gern für Entspannung, und nichts ist schlimmer, als 6 aufgedrehte “Hühner”, die der Braut unterschiedliche Meinungen zurufen. Daher lieber nur 1-2 Vertraute mitnehmen und wirklich auf das Bauchgefühl der Braut hören! Schließlich muss sie sich im Kleid wohl fühlen.

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3. Junggesellenabschied!? Bridal Party?! Es soll zur Braut passen!

Den Junggesellenabschied zu organisieren, gehört nicht erst seit Filmen wie “Brautalarm” zum Repertoire einer Trauzeugin. Achtet als Trauzeugin darauf, dass ihr vielleicht noch eine Freundin zur Planungshilfe hinzuziehen könnt. Aber: Zu viele Brautkenner verderben leider auch ein bißchen den JGA; nicht dass letztlich 10 Mädels bei der Planung “mitgackern” wollen und die Wünsche der Braut dabei vollkommen vergessen werden! Wer auch immer den Junggesellenabschied plant, ob die Trauzeugin, Schwester oder beste Freundin, wichtig ist vor allem eines: Alle geplanten Aktionen, Spiele und Unternehmungen sollten immer zur Braut, ihren Vorstellungen und Vorlieben passen. Denn die Braut ist ja der Star des Abends und sollte sich unbedingt wohl fühlen und Spaß haben!

Falls ihr gerade am Überraschung Planen seid, fragt euch, worüber sich eure Braut am meisten freuen würde, was für ein Typ sie ist und was sie vielleicht für Wünsche hat. Und falls ihr Zweifel hegt, ob eure Ideen auch wirklich gut ankommen, bin ich sehr für eine kurze diskrete Nachfrage. Ihr könnt sie ja geschickt tarnen, indem ihr der Braut einige Ideen aufzählt: “Was hältst du eigentlich von Bungee Jumping, einem Pralinenkurs, Shoppen in Berlin oder Amsterdam?”. Oder falls ein Junggesellenabschied im klassischeren Sinn einfach gar nichts für eure Braut ist, warum dann nicht eine Brautparty veranstalten? Mit Cupcakes, Kuchen, schönen Dekorationen und Zeit zum Wohlfühlen? Dazu würde ich raten, rechtzeitig (ca. 6 Monate vor dem Termin) mit der Auswahl und Einladung eurer Freunde zu beginnen, damit wirklich jeder an diesem Tag Zeit hat. Eine Rundmail oder Doodle Umfrage kann schon bald den Termin klären. Mehr Ideen könnt ihr noch in meinem Beitrag “Tipps und Ideen zur Planung des Junggesellenabschieds” nachlesen.

Aufgaben einer Trauzeugin

4. Organisation von Hochzeitsspielen

Wünscht sich eure Braut und der Bräutigam ein paar Spiele oder Einlagen oder Überraschungen? Sprecht dies am besten von vornherein mit dem Brautpaar ab. Am besten erwähnt das Brautpaar nämlich bereits in der Einladung für die Gäste einen kleinen Hinweis, wie zum Beispiel: “Über kleine Überraschungen würden wir uns sehr freuen. Wendet euch dazu bitte an unsere Trauzeugin xxx …. mit der E-Mail Adresse xxx.” So könnt ihr bereits im Vorfeld alles entspannt planen, die Gäste wegen ihres Beitrags kontaktieren und einen kurze Checkliste mit Ablaufplan erstellen, damit ihr Bescheid wisst, wann wer das Brautpaar mit einem Beitrag ‘beglücken’ möchte.

Denn Achtung: Ich finde ja nichts schlimmer als unangekündigte Reden und ellenlange Spiele hintereinander, die auch noch das heilige Essen kalt werden oder die Stimmung in den Langeweile-Keller sinken lassen! Am wichtigsten ist auch hier: Sprecht vorher mit dem Brautpaar, welche Wünsche sie haben. Vielleicht gibt es ja auch gewisse “no Go” Einlagen für die beiden (bei uns waren es etwa alle erdenklichen Spiele – Überraschungen wie Luftballon Steigen oder ähnliches waren uns aber sehr willkommen). Dann könnt ihr auch dementsprechend ‘aufdringlichere’ Spielideen abwimmeln mit einem klaren, deutlichen ‘NEIN’! Macht euch auch seelisch darauf gefasst, dass es irgendwelche Nachzögler gibt, die sich vorher bei euch nicht melden und euch einen kleinen Herzinfarkt bescheren, wenn ihr sie mit Mikrofon bewaffnet schon während der Vorspeise zur Bühne gehen seht. Bleibt auch hier bei einem ‘Nein’, wenn das Brautpaar es nicht möchte!

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5. Selbst für eine Überraschung sorgen

Das gehört absolut nicht zu den “Aufgaben” einer Trauzeugin, aber eine Geste, die von Herzen kommt, ist doch oft das schönste Geschenk, oder? Ihr wollt eurer besten Freundin udn Braut eine kleine Überraschung machen? Wie wäre es, wenn ihr etwa die Stühle des Brautpaares mit schönen “Mr” und “Mrs” Anhängern sowie Blumen schmückt oder einen Hochzeitsbogen macht und an der Location aufstellt? Oder wenn ihr Fotos des Paares sammelt und diese dann im Festsaal schön besfestigt und eine kleine “Liebesgeschichte” damit erzählt? Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Und ihr wisst wohl mit am besten, was eure Freundin geplant hat an Dekorationen und auch was sie sich heimlich noch alles wünscht.

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  6. Bei DIY Projekt helfen

Was gibt es Schöneres, als kleine Aufgaben wie Gastgeschenke einpacken oder Tischnummern basteln gemeinsam zu machen? Macht aus solchen DIY Projekten doch ein kleines Event. Zusammen mit Cupcakes & Kuchen und den besten Freundinnen sind nicht nur die Dekoelemente schneller gebastelt, sondern ihr habt auch umso mehr Spaß!

Brautparty und Junggesellinnenabschied

7. Seid einfach am Hochzeitstag für das Brautpaar da und beantwortet gerne Fragen von Dienstleistern!

Die größte erdenkliche Hilfe könnt ihr wohl dem Brautpaar sein, wenn ihr am Hochzeitstag selbst als Ansprechpartner für die Dienstleister fungiert (sofern das Paar dafür keinen Hochzeitsplaner eingestellt hat). Denn kleinere Fragen von der Band, Pfarrer, Floristen oder dem Service Personal könnt ihr leicht beantworten. Wie etwa: “Wo soll die Band hin?” – “Äh da hinten, auf die Bühne”. Das Brautpaar hat meist keine Zeit sich um solch kleinere Sachen, Gedanken zu machen. Sprecht aber auch dies vorher mit dem Brautpaar ab und klärt eventuelle Wünsche. Am besten ist meiner Erfahrung nach, vorher den Ablaufplan mit den beiden durchzusprechen und auch einen ausgedruckt am Hochzeitstag mitzunehmen. Dann wisst ihr immer, wann wer wo sein müsste. Und ihr könnt kleinere Aufgaben gut am Tag an andere Gäste delegieren, etwa das Geschenke Abräumen. Das macht vielleicht auch gerne Tante Mia.

Aufgaben einer Trauzeugin Brautparty JGA

8. Kühlen Kopf bewahren

Generell gilt: Bewahrt einen kühlen Kopf! Und falls bei der Braut doch Hektik aufkommen sollte, beruhigt sie oder bringt sie zum Lachen. Und wennn etwas schief gehen sollte, dann gilt ebenso: Humor zeigen! Es gibt schließlich nichts, das man nicht flicken könnte. Wortwörtlich. Nehmt vielleicht ein paar Notfallhelferlein mit. Es muss ja nicht so wie bei Jennifer Lopez in “Wedding Planner” eine ganze Jacke voll Utensilien sein, aber vielleicht Pflaster, Sekundenkleber, Taschentücher….. Und dann das Wichtigste: Die Zeit genießen! Denn der Tag geht so schnell vorbei. Und lasst unbedingt Fotos machen. Von der Braut und ihrer Trauzeugin. Nur ihr beide! Damit ihr Erinnerungen habt an die gemeinsamen Erlebnisse. Für Immer.

Und als letztes: Das wichtigste nicht vergessen: In der Kirche unterschreiben! Die wunderschönen Bilder der Bridal Party, die ihr hier seht, könnt ihr übrigens noch als ganze Reportage euch ansehen. Carina hat für ihre Braut Cornelia eine traumhafte Überraschung geplant…

Ganz viele liebe Grüße aus meiner kleinen Hochzeitsecke,

sig

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